Ungarische Auszeichnung für Herrn Werner Neumann, Präsident der Stadtvertreter von Malchin a.D.
... für seine Verdienste bei der Städtepartnerschaft Malchin / Szerencs
Hohe ungarische Auszeichnung
23.02.2007
Auf Vorschlag des Honorarkonsuls Ungarns in M-V Günter Marten hat der ungarische Staatspräsident László Sólyom vier Persönlichkeiten unseres Bundeslandes die anlässlich des 50. Jahrestages der Revolution von 1956 in kleiner Anzahl gestiftete Medaille „Held der Freiheit“ verliehen.
Diese Ehrung wird insgesamt 1.400 Frauen und Männern (700 in Inland und 700 in Ausland) zu Teil, die sich damals für die Freiheit bzw. seither für die Erhaltung des Geistes von 1956 nachhaltig eingesetzt haben.
Die Auszeichnung wurde am 22. Februar in der Berliner ungarischen Botschaft an den Teterower Bürgermeister Dr. Reinhard Dettmann für die inhaltsreiche und lebendige Städtepartnerschaft mit der südostungarischen Stadt Kunszentmárton, an die Leiterin des Grevesmühlener Chores „Liederkreis“ Barbara Kossakowski für den seit mehreren Jahrzehnten florierenden künstlerischen und freundschaftlichen Austausch mit dem Männerchor in Nagymaros, an den emeritierten Professor der Geschichte der Universität Rostock Dr. Gyula Pápay für die zahlreichen Vorlesungs- und Seminarreihen zur ungarischen Geschichte und an den Gründer und Vorsitzenden der seit 1994 aktiv arbeitenden Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in M-V Dr. Ádám Sonnevend für die Organisierung von Ungarn-Tagen, Wochenendseminaren, Vor-trägen, Ausstellungen und Filmtagen sowie die Förderung des Schüleraustausches und des Erlernens der ungarischen Sprache überreicht. Die Geehrten sind alle Mitglieder der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in M-V e.V.
Die gegen die kommunistische Diktatur des Landes und die sowjetische Besatzungsmacht gerichtete verlustreiche ungarische Revolution vom 23. Oktober bis 4. November 1956 hat das sozialistische Lager nachhaltig erschüttert. Während der Kämpfe gegen die Unterdrücker gab es 2.700 Tote und 19.000 Verwundete, im Laufe der mehrjährigen Vergeltung des Kádár – Regimes wurden mehr als 230 Personen hingerichtet und rund 22.000 Personen verurteilt. Die Anzahl der beruflich Benachteiligten ist nicht bekannt. In wenigen Wochen haben mehr als 200.000 Flüchtlinge Ungarn verlassen. Große Teile von Budapest lagen im Ergebnis der sowjetischen militärischen Intervention in Trümmern.

